Bibelwort: Esra 8,21
„Und ich rief dort am Fluss Ahawa ein Fasten aus, damit wir uns vor unserem Gott demütigen, um von ihm den rechten Weg zu erbitten, für uns und unsere Kinder und alle unsere Habe.“
Der Apostel ging zunächst auf das Lied 77 aus dem Jugendliederbuch ein: „Wird das nicht Freude sein“, in dem er sich auf das Ende der 3.Strophe bezog: „Wenn wir, was wir begehren, den Heiland sehn und hören. Wird das nicht Freude sein.“
Wir müssen immer bedenken, dass das Beste noch kommt. Wir blicken nicht zurück und bleiben an der Vergangenheit haften. Wir schauen hoffnungsvoll nach vorne. Wie wird es wohl sein, wenn wir den Heiland sehn und hören?
Nun zum Bibelwort:
Der König Artaxerxes gestattete dem Priester Esra, mit dem Volk Israel aus der babylonischen Gefangenschaft in die Freiheit nach Jerusalem zurückzuziehen. Esra lehnte jede Begleitung von Soldaten ab, die das Volk vor Wegelagerern oder Räubern schützen sollte. Er baute auf Gott und seine Hilfe. Dennoch hatte sich, ob der mehrere Wochen dauernden Wanderung, eine Sorge seiner bemächtigt: „Ich schämte mich, vom König Geleit und Reiter zu fordern, um uns auf dem Wege vor Feinden zu helfen.“ Darum rief er am Fluss Ahawa (übersetzt: Liebe) ein Fasten aus (siehe Bibelwort Esra 8,21).
Wir sind auf dem Weg in unsere Heimat. Auch wir sind am Fluss der Liebe. Heute wird ein Fasten ausgerufen, und auch wir demütigen uns vor unserem Gott. Fasten bedeutet Ablehnung von Speisen usw. Wir wollen uns bemühen abzulehnen, was der Seele schadet. Wir verweigern, auf unser Recht zu bauen, und üben uns in der Liebe. Wir lassen die Kritik und ergeben uns dem Glauben. Wir lassen das Verurteilen und bleiben vergebungsbereit usw.
So wie damals das Vertrauen auf Gott belohnt wurde – das Volk blieb auf der Wanderung vor allem Bösen bewahrt – wird es auch dem Volk Gottes (den Alten wie den Jungen) ergehen. In einem Chorlied heißt es: „Ein wenig Leiden noch, ein wenig Tränen noch – die Betonung liegt auf „ein wenig“ – dann folgt die Freude bei dem Herrn im Licht (Lied Chormappe 445).“
Bezirksältester M. Wall und Priester. A. Paukner wurden vom Apostel zu Predigtbeiträgen gebeten.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahles ordinierte der Apostel Schwester Simone Paukner und Schwester Anne Black in das Amt einer Diakonin.
Hans-Jürgen Brunner | Werner Degenfellner